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01/05/2010: Aller Anfang ist schwer

Die Saison beginnt entweder mit einem Paukenschlag oder (viel häufiger) mit einer Überraschung. So auch in Oberursel bei den gestrigen Deutschen Meisterschaften im Duathlon und hinterher ist man meist etwas schlauer….

Zu Beginn waren alle dicht beisammen: Eine 2,5km Runde durch die Altstadt mit vielen scharfen Kurven und vornehmlich auf Kopfsteinpflaster brachte nicht die Lungen, sondern eher die Füße an die Grenze. Jeder wußte, dass mit Sebastian Kienle und Normann Stadler zwei äußerst starke Radfahrer am Start waren und es galt, diese im Schach zu halten. Doch Kienle blieb dran und auch Normann war beim ersten Lauf nicht klein zu kriegen. So verschob sich die Entscheidung auf das Radfahren und der Hammer kam: bei den 9% Anstiegen staunte ich nicht schlecht, während andere die Chance nutzten und einfach davonstiefelten. Mein Leistungsmessgerät zeigte anfänglich 1000 Watt, dreißig Sekunden immer noch 700Watt an… Der Berg zeigte kein Ende.

Schnellvorlauf: Ein weiterer Berg später: Fünf Athleten an der Zahl bestimmten ab nun das Rennen und Luke Dragstra und ich machten uns auf die Verfolgung, nachdem wir unsere Beine wieder spüren konnten. Über 20km konnten wir den Rückstand auf die Spitzengruppe auf 1 Minute konstant halten. Doch die herannahende 15 Mann Gruppe schien uns ein besser Zufluchtsort zu sein. Die letzte Radrunde ließ unsere Kräfte wieder erstarken und ich machte mich mit dem Gedanken vertraut, einen schnellen letzten 5km Lauf zu absolvieren. So schoß ich als erster der Verfolgergruppe in die letzte Kurve und hatte schon einen Vorsprung herausgefahren, wollte antreten… die Kette war schon auf dem Kopfsteinpflaster abgesprungen und ich musste absteigen….was neben einem Zeitverlust auch einen erheblichen Anspruch an meine Moral stellte. Nach dem dritten Versuch konnte ich mit schwarzen Fingern das Rennen wieder aufnehmen und sah die Gruppe ein weiteres Mal davonziehen.

Doch so konnte ich die wunderschöne Strecke noch einmal genießen und das Rennen noch als 21. beenden.

Ich schließe mit den Worten, mit denen ich begonnen habe: Aller Anfang ist schwer und ich hoffe, dass es schon beim nächsten Rennen etwas besser läuft.

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