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13/06/2010: Massensprint in Beauvais (GP2)

Der zweite Sprint in Frankreich stand uns bevor: Dieses Mal ein Strandstart in Beauvais (nahe Paris) und dann Vollgas auf die 750m bei denen ich wiederum eher über dem Wasser schwebend mich fortbewegen musste (ihr erinnert euch, vor drei Wochen hab ich noch den Part der Überschwommenen eingenommen), um eine gute Platzierung zu erreichen. Die zweite Gruppe erreichte ich nach einem fünf Kilometer Mannschaftszeitfahren auf dem Rad mit Jonathan Zipf und Matthias Zöll (die sehr gute geackert haben) und dann ging das Rennen erst so richtig los. Die 20 Kilometer vergingen wie im Fluge auf den schmalen Gassen des Beauvaisier Umlandes und brachte uns auf die Zielgerade, bei der ich mich sehr gut behaupten konnte, aber gut 45 Mann im Nacken hatte.

Fünf Athleten hatten es geschafft, vorzeitig eine Entscheidung herbeizuführen, darunter auch der spätere Sieger Jonathan Brownlee und Frederique Bélaubre. Der Rest ging mit der großen Hauptgruuppe mit knapp einer Minute Rückstand auf die Laufstrecke. Wechsel…perfekt. Als Achter auf die Laufstrecke, dann bekam ich aber wie erwartet die gesamte Härte des Grand Prix zu spüren: Obwohl ich mich bei einem 3:04Minuten /km-Tempo befand, verlor ich einen Platz nach dem anderen und hatte nach nur 1.000m einen Rückstand von gut 150m auf Alistair Brownlee, aber nur knapp 10 Sekunden auf Platz 7. Ein wahnsinniger Beginn…dabei waren es noch 4km. Ich rannte gleichmässig ein hohes Tempo, doch es reichte nur, um den Platz zu halten. Alles ging Schlag auf Schlag, ich rannte voll und das Ziel kam in großen Schritten immer näher, doch ich kam nur Zentimeter an meine Gegner heran. Am Ende stand für mich eine 15:52 für die 5km, wohlgemerkt, nach einem harten Radfahren und einigen Wendepunkten, Grasuntergrund - eine ordentliche Sache. (Für Statistiker: die beiden Brownlees liefen 14:45, Platz 3 [Laufen] hatte schon 15:15).

Am Ende befand ich mich auf Platz 31 und konnte diesen ins Ziel retten, wohlwissend einfach alles gegeben zu haben. Glücklich und bestärkt über die neue Erfahrung, trat ich die Heimreise nach Deutschland an.

Unser Mannschaftsergebnis konnte sich auch sehen lassen:

Jan Celustka wurde 16., Brendan Sexton 29., ich 31. Zusammen waren wir somit auf dem 7. Platz und hatten das Team Largadère Paris Racing von Steffen Justus nur einen Platz vor uns. Ainhoa Murua holte einen starken 3.Platz, Leonie Poetsch war nach einem technischen K.O. wieder im rennen und reihte sich zusammen Laurie Belkadi, sowie Vendula Frintova in den 20ern ein. Platz fünf für die Ladies.

Nächstes Rennen für mich wird sein: Gütersloh 2.Bundesliga, Kurzdistanz 20.Juni 2010

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