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22/08/2010 Points, Points, Points…. in Karlsbad
Zwei Kurzdistanzen nacheinander verlangen schon viel von einem ab. Die beiden Rennen in Genf und Karlsbad hatten eins gemeinsam: viele Höhenmeter auf dem Rad. In Karlsbad wurde eine neue Kategorie eröffnet: der Heartbreak Hill! Mit 21% stellte sich uns dieser Gigant 7 mal entgegen und sortierte die Radgruppen jedes Mal neu.
Nach dem Schwimmen, wo die übliche internationale Härte zu finden war fand ich mich in der zweiten Hauptgruppe mit dem späteren Sieger Artem Parienko wieder. Wir hatten anfangs einen guten Zug nach vorne, jedoch waren es nur zwei Athleten, die den Sprung in die erste Gruppe schaffte, ich verhielt dagegen fast unauffällig in der zweiten Gruppe auf und setzte keine Akzente. Ein paar Mal ärgerte ich mich über die schwache Zusammenarbeit, erkannte aber, das das Rennen noch lang werden würde und die Lufttemperatur von 30°C besonders beim Laufen zuschlagen würde.
Angekommen in der zweiten Wechselzone “im Herzen von Karlsbad”, verschaffte ich mir mit dem zweitschnellsten Wechsel des gesamten Feldes Luft und rannte zusammen mit Bart Aerouts und Stefan van Thiel auf der wiederum selektiven Laufstrecke einer Top10-Platzierung entgegen. Die schnellen Schwimmer kamen uns förmlich auf der Laufstrecke entgegen. Ich setzte noch einen drauf und machte Druck, doch leider umrundete ich den Wendepunkt ein wenig zu früh und wurde vom ITU Official zurückgerufen; das kann im Eifer des Gefechts schon einmal passieren. Zu allem Überfluss stolperte ich noch über den in einer scharfen Kurve vor mir gestürzten Bart Aenouts und musste mich wiedermals aufraffen. “Solche Szenen dürfen dich nicht aus der Ruhe bringen!” - “Weitermachen!” sagte ich mir und es lief gut. Mit der am Ende achtschnellsten Laufzeit rannte ich auf Platz 14 ein und freute mich über das geglückte Rennen im internationalen Zirkus. Für eine Platzierung unter den ersten 20 gibt es wertvolle Platzierungspunkte, die mich einem Startplatz bei einem Weltcup etwas näher gebracht haben.
Das gesamte Wochenende war sehr schön und entspannend, einzig allein die Anreise war etwas “holprig”. Die deutschen Europacupstarter waren Matthias Zöll, der mit dem besten Ergebnis auf Platz 8 landete… dann meine Wenigkeit…, Patrick Lange auf dem undankbaren 21, Per Bittner 33., Marcus König 34., Steven Jentsch, Kilian Fladung und Stefan Zachäus. Bei den Mädels stellte sich nur Rabea Ludwig der Herausforderung und wurde 18te.
Nächstes Rennen: Grand Prix Tours (FR), 29.8.2010
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